Gut gelaunt mit Martin unterwegs
Unter dem Motto „Mit Martin auf anderen Wegen" führte der Pilgertag des Katholischen Dekanats Böblingen am Samstag, 14. September 2024, zu zwei Martinskirchen, die nicht auf dem ausgeschilderten Martinusweg liegen: Die gut gelaunte 20-köpfige Truppe startete in Weil im Schönbuch. In der evangelischen Martinskirche konnten das Martinsfenster und ein Tauffenster bewundert werden.
Danach wanderten die Pilgerinnen und Pilger über herrliche Wiesen zur Oase Weil, wo sie von Geschäftsführer Hans-Martin Schempp äußerst gastfreundlich empfangen wurden. Bei Ritter Sport gab es passenderweise eine Schokoladen-Meditation. Und überhaupt waren an allen Stationen spannende Impulse geboten, die Ingeborg Wax, Hans-Joachim Volkmer, Albert Heimpel, Wolfgang Hensel und Macra Joha vom Pilgertags-Team liebevoll vorbereitet hatten.
Der anstrengendste Teil der Strecke führte letztlich zum Ziel des Pilgertags: An der katholischen Kirche St. Martinus in Waldenbuch wurde die Gruppe von Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch mit dem AnsprechBarMobil und einem Glücksrad empfangen. Dekan Anton Feil ließ den Tag in einer Eucharistiefeier Revue passieren, bevor die glücklichen und durchaus auch etwas müden Pilgerinnen und Pilger zum Abschluss im Gemeindehaus von einem Team der Kirchengemeinde um Gemeindereferentin Elisabeth Mack mit einem kleinen Pilgerimbiss verwöhnt wurden.
Fotos: Macra Joha, Anton Feil und Annegret Hiekisch
Dekanats-Pilgertag 2024: Mit Martin auf anderen Wegen
Der jährliche Pilgertag des Katholischen Dekanats Böblingen führt die wanderfreudigen Pilgerinnen und Pilger am Samstag, 14. September 2024, unter dem Motto „Mit Martin auf anderen Wegen“ einmal abseits vom eigentlichen Martinusweg zu zwei Orten, die durchaus auf dem Martinusweg liegen könnten. Doch die beiden Martinskirchen in Weil im Schönbuch (das Foto zeigt das dortige Martinsfenster) und in Waldenbuch sind nicht Teil der offiziellen Route des ausgeschilderten Pilgerwegs. „Bewusst wollen wir die bekannten Wege verlassen und ökumenisch diese zwei Martinsgemeinden verbinden“, bringt Dekanatsreferent Wolfgang Hensel den Grund auf den Punkt, einmal auf die gewohnte Strecke am Pilgertag zu verzichten.
Der Pilgertag startet um 14 Uhr in der Martinskirche in Weil im Schönbuch (Marktplatz 1). Die Pilger-Route führt dann mit spirituellen Stationen über die „Oase Weil“ und „Ritter Sport“ nach Waldenbuch in die Kirche St. Martinus. Doch warum ist ein Halt bei „Ritter Sport“ vorgesehen? „Der Pilgertag soll auch aufzeigen, wie sehr der Heilige Martin ein Mensch mit Ecken und Kanten war, einer, der auch entgegen der allgemeinen Strömung der Zeit zum Beispiel Menschen zusammenbrachte, die unversöhnlich schienen, also höchst aktuell“, erklärt Wolfgang Hensel. Um 18 Uhr wird es einen Abschlussgottesdienst in St. Martinus in Waldenbuch geben, bevor die Gemeinde zu einem kleinen Pilgerimbiss ins Gemeindehaus einlädt.
Die knapp neun Kilometer Strecke sind für jedes Fitnesslevel machbar, auch wenn in Waldenbuch einige Steigungen zu überwinden sind. Der Startpunkt des Pilgertags ist zudem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Schönbuchbahn zu erreichen. Auch ein Shuttle ist geplant, der die Pilgerinnen und Pilger nach dem Imbiss zum Ausgangspunkt in Weil im Schönbuch zurückbringen kann. Damit wegen des Imbisses besser kalkuliert werden kann, wird um Anmeldung bis Montag, 9. September 2024, bei der Dekanatsgeschäftsstelle Böblingen (per E-Mail an kirchebb(at)drs.de oder telefonisch unter 07031/660710) gebeten. Der Pilgertag findet bei jedem Wetter statt – frei nach dem alten Sprichwort: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!
"Schritte des Friedens" - Pilgern auf dem Martinusweg
Das Motto „Mit Martin Schritte des Friedens gehen“ begleitete am Samstag, 29.07.2023 die 40 Frauen und Männer auf der Martinus-Pilgertour 2023 von der Spitalkapelle in Weil der Stadt bis zur Martinskirche in Malmsheim.
An verschiedenen Stationen während des 9 Kilometer langen Weges durch den Landkreis Böblingen gab es für die Pilgerinnen und Pilger theologische Impulse: Dekanatsreferent Wolfgang Hensel machte mit „Verhärtungen aufbrechen“ in der Spitalkapelle von Weil der Stadt den Auftakt: das Lied „Ermutigung“ von Wolf Biermann brachte hier den Mut machenden Akzent eigener Gegenstrategien zum Mitmachen in der Gewaltspirale ein. Pfarrer Anton Gruber hatte zuvor die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Gotteshauses erklärt. Die Kirchenburg in Merklingen war die zweite Station der Tour, Ingeborg Wax hatte sie mit einem geistlichen Impuls zum Thema „Gerechtigkeit und Frieden“ gefüllt. Auf dem Heidehof machte die Gruppe Halt und konnte den Gedanken von Macra Joha, Referentin für Schulpastoral, folgen, die sich um „die Goldene Regel in den Weltreligionen“ drehten.
Bei Sonnenschein genossen alle Pilger:innen danach das selbstgemachte Bauernhofeis von den Familien Kolbe und Müller. Zudem gab es auf dem Heidehof die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit des AnsprechBarMobils zu erhalten. Annegret Hiekisch, Referentin Kirche im Sozialraum stand hierfür Rede und Antwort und erläuterte zugleich, wie wichtig das Mobil sei, um niederschwellig Menschen außerhalb von Kirche zu erreichen.
Den Abschluss fand das Martinuspilgern in der Martinskirche in Malmsheim, wo Bischof Gebhard Fürst gemeinsam mit vielen Gläubigen – auch aus der ihr Kirchturmfest feiernden Gemeinde vor Ort – den Abschlussgottesdienst feierte. „Ich möchte gerne Brücken bauen“ klingt nach diesem Pilgertag allen in den Ohren – so kann Friede gehen.
Martinusweg in der Diözese Stuttgart
2005 hat der Europarat den Martinusweg („Via Sancti Martini“), der die Geburtsstadt des Hl. Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege in Tours in Frankreich verbindet, in die Liste der Kulturwege aufgenommen. Martinuswege gibt es mittlerweile in Frankreich, Italien, Slowakei und Tschechien. Bischof Dr. Gebhard Fürst hat diese Idee aufgegriffen und den Martinusweg auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die unter dem Patrozinium des Hl. Martin steht, ausgewiesen. Wir verstehen und gestalten den Martinusweg in unserer Diözese als Pilgerweg, auf dem die Pilgerinnen und Pilger eingeladen sind, sich mit dem Hl. Martin auf einen geistlichen Weg zu begeben und sich mit seinem Glaubenszeugnis, seinem Leben und seinem Wirken auseinanderzusetzen. Pilgern auf dem Martinusweg kann so zur Spurensuche werden: nach Spuren des Hl. Martin in unserer Diözese, aber mehr noch nach Spuren Gottes in unserem Leben.
Ausführliche Informationen über den Martinusweg in der Diözese Stuttgart finden Sie hier.




