"Der Tiefe trauen - Weite wagen"

so ist seit Ende 2009 unsere inhaltliche Arbeit im Dekanat beschrieben. Mit diesem Motto wollen wir bekräftigen, dass sich Kirche nicht abschließen darf von der Welt und den Nöten der Menschen.
In vielen Dialogprozessen der vergangenen Jahre konnten wir diesen Leitgedanken weitertragen. Denn: Weitherzigkeit - Barmherzigkeit - Offenheit sind Gradmesser jesuanischen Verhaltens. Und gleichzeitig, zuvor und danach gilt es dauernd in Treue zum Evangelium zu arbeiten: Dialogisch - lebendig - bewegend. Die Inspiration für das Motto, das uns so sehr beschäftigt war ein Vortrag von Hadwig Müller bei einer Pastoraltagung über die Spiritualität von Madleine Delbrel.
Sie betont darin - mit Berufung auf die französische Mystikerin, Schriftstellerin, Sozialarbeiterin - , dass beide Bewegungen zusammengehören: "die Bewegung in die Weite der Gesellschaft und in die Fremde der Menschen, wo auch immer sie Glaube, Hoffnung und Liebe suchen, eine Kirche zur Tiefe ihrer eigenen Berufung führt."
Die Formulierung dieses Leitgedankens in unserem "Dekanatsmotto" hat uns oft geholfen, Inhalte und Aktionen einzuordnen in einen größeren theologischen Rahmen.