„Ein Klavier, ein Klavier..." - Mehr als nur Schreibtische, Kaffee und WLAN

"Ein Coworking Space hat das beste WLAN und den besten Kaffee!" - dieser Satz von Christopher Schmidhofer von der CoWorkLand eGstand ganz am Anfang unserer ersten konzeptionellen Überlegungen zur Einrichtung eines Coworking Spaces in unseren Räumen. Und ja, hochwertige Arbeitsplätze, WLAN und eine gute Kaffeemaschine sind essentiell für ein attraktives Arbeitsumfeld.

Aber damit Menschen sich wirklich wohlfühlen, braucht es noch mehr: eine freundliche Arbeitsumgebung, Plätze zum Vergemeinschaften, Farben und Pflanzen für's Raumklima, Spiel- und Rekreationsmöglichkeiten und Snackangebote für Zwischendurch. All das haben wir bei der Einrichtung unseres Spaces bedacht und unsere Eistonne mit leckeren Eissorten ist nicht erst seit der aktuellen Hitzewelle der absolute Renner… :-)


Das kontroverseste Ausstattungsstück war unser Klavier, für dessen Anschaffung wir uns auf Initiative unserer Kirchenmusikerin ganz bewusst entschieden haben. Ein echtes Schimmel-Klavier, deutsche Qualitätsarbeit, gebraucht gekauft bei einem lokalen Händler – ohne Frage ein sehr wertiges Instrument mit einem warmen Klang, das Musikeraugen zum Leuchten bringt. Aber warum braucht es an einem Arbeitsort ein "richtiges" Klavier? Und warum wurde dafür so viel Geld ausgeben? Natürlich darf man diese Frage stellen. Aber letztlich gab und gibt es viele gute Argumente für diese Anschaffung, denn wir sind davon überzeugt: Kunst und Musik bringen nochmals ganz andere Seiten in uns zum Schwingen und öffnen das Herz, die Seele und den Geist für das, was das Leben schön und reich macht.


Eine klingende Antwort darauf gaben auch bereits die ersten beiden Abende unseres neu geschaffenen Formats "Soulful Singing": ein offenes Angebot zum Durchatmen, Mitschwingen und Auftanken - zugleich heiter und mit Tiefgang. Mehrstimmige Lieder treffen auf spirituelle Impulse - mitten im (Kirchen-)Jahr, mitten im Leben. Egal ob jemand viel Sing-Erfahrung oder einfach neugierig ist: Jede Stimme zählt. Und diejenigen, die am jeweiligen Abend da sind, sind genau die Richtigen und tragen zur einmaligen Atmosphäre und Stimmung bei. Mit Körper, Klang und Gefühl schaffen wir gemeinsam einen Raum, der berührt und Menschen verbindet.
Für alle, die neugierig geworden sind: unter dem Motto "Sing & Summer" findet das nächste "Soulful Singing" am Montag 21. Juli um 19 Uhr in den Räumen unseres Coworking Spaces statt. Wir freuen uns über eine Anmeldung, aber auch eine spontane Teilnahme ist möglich. Weitere Termine: 22.9., 20.10., 17.11., 15.12.2025

https://dekanat-bb.drs.de/aktuelles/ansicht/article/detail/News/soulful-singing-im-d12.html

 

Last not least: Unser Klavier hat eine eingebaute "Silent-Funktion". Das bedeutet, dass selbst tagsüber während der Bürozeiten per Kopfhörer gespielt werden kann – ein ganz besonderes Coworking-Angebot für alle, die zuhause kein passendes Instrument haben. Bei Interesse einfach melden bei unserer Community Managerin @Antonia Schneider. Dank ihr ist nun auch unsere neue Homepage „on“ –  mit vielen weiteren Informationen zu unserem Space und einem integrierten Buchungssystem. Vorbeischauen lohnt sich – herzliche Einladung!

www.anknuepfbar-coworking.de

Text: Annegret Hiekisch
Fotos: Harald Sterzinger und Annegret Hiekisch

„Eine absolute Berühmtheit“ – die „AnknüpfBar“ im Sonntagsblatt, im Film und bald in Kopenhagen

Kaum ist die feierliche Einweihung vorbei, schon ist die „AnknüpfBar“ eine kleine Berühmtheit. Das kirchlich-soziale Coworking-Projekt im Dekanatshaus D12 hatte bereits vor einigen Wochen Besuch von Diana Müller vom Katholischen Sonntagsblatt. Und die Sonntagsblatt-Redakteurin ließ sich von der Projektleiterin und Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch und der keb-Leiterin Prof. Dr. Ute Reuter ausgiebig durch die Räume führen und zeigte sich dabei vom Coworking Space sehr beeindruckt, was sich in einem großen Artikel niedergeschlagen hat. Der ist nun in der Ausgabe 14/2025 erschienen und kann auch hier gelesen werden.

Ins Kino kommt der Coworking Space zwar vorerst noch nicht, aber der YouTube-Kanal der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat auch eine große Reichweite. Und das passende Filmchen hat Angelika Witczak von der Crossmediaredaktion der Diözese am Dienstag, 2. April 2025, im D12 als Beitrag zu den „Wochen für das Gemeinwohl“ gedreht. Zu Bildschirm-Ehren kommen auf diese Weise nicht nur Annegret Hiekisch, Ute Reuter und die frisch gebackene Community-Managerin Antonia Schneider, auch einige Coworkerinnen und Coworker sind in dem Beitrag zu sehen. Der Film ist inzwischen online und kann hier angeschaut werden. 

Der größte Coup war aber wohl die von Prof. Dr. Sven Laudien, Rektor der „media Akademie Stuttgart“, initiierte Bewerbung für die diesjährige Konferenz der „Academy of Management“ in Kopenhagen. Und obwohl dort nicht einmal zehn Prozent aller Bewerber angenommen werden, hat es das Böblinger Projekt aufs Podium geschafft. Die „AnknüpfBar“ wird also bei der diesjährigen Konferenz im Juli, bei der bis zu 18 000 Teilnehmer erwartet werden, in Kopenhagen präsentiert. Das erklärt, warum Sven Laudien bereits in seinem Grußwort bei der Eröffnung der „AnknüpfBar“ äußerst stolz verkündete: „Dieser Coworking Space ist jetzt schon eine absolute Berühmtheit. Und ich freue mich, diese Berühmtheit von der Geburt an begleiten zu dürfen!“

Hier geht's zu den Beiträgen:

Fotos: Volker Schmid

Ein äußerst innovatives Projekt wird eröffnet

In einem Punkt waren sich alle Rednerinnen und Redner einig: „Der Coworking Space im D12 ist ein mutiges, spannendes und innovatives Projekt.“ Mit einem Festakt im Arbeiterzentrum samt anschließendem „Tag der offenen Tür“ wurde am Samstag, 29. März 2025, der kirchlich-soziale Coworking Space „AnknüpfBar“ im Böblinger Dekanatshaus D12 eingeweiht.

Die Projektleiterin und Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch begrüßte die vielen Gäste im Arbeiterzentrum, in dem der Festakt aus Platzgründen abgehalten wurde. Im Anschluss an diesen Festakt konnte der Coworking Space im D12 bei Getränken, Häppchen und zum virtuosen Spiel der Kirchenmusikdirektorin Marianne Aicher am brandneuen Schimmel-Piano besichtigt werden. Doch zuvor berichtete Annegret Hiekisch von der Idee für den Coworking Space im D12, die sie in den vergangenen eineinhalb Jahren entwickelt hat, und freute sich, dass diese nun verwirklicht werden konnte. Passend zum Thema „Coworking“ erklang zur Begrüßung ein Lied von Hape Kerkeling, in dem er für Gemeinschaft wirbt: „Das hier wäre doch die Zeit zum Zusammensein!“

Dekan Anton Feil stellte die Bedeutung des Coworking Space anhand des Dekanats-Leitbildes „Der Tiefe trauen – Weite wagen – Zusammenhalt stärken“ vor: „Jeder Mensch soll seinem eigenen Herzen und seinen Impulsen trauen und andere Menschen wahrnehmen.“ Baden-Württemberg ist laut dem Dekan unter allen Bundesländern auf Platz 3 in Sachen Katholiken-Zahlen, trotzdem sei „jeder Mensch kein Fall für die Statistik, sondern es wert, persönlich wahrgenommen zu werden“. Dazu trage nun auch der Coworking Space bei.

„Coworking Space oder wie die Kirche zur lernenden Organisation wird“, so lautet das Thema des Festvortrags von Weibischof Matthäus Karrer, Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die Kirche müsse, so Karrer, aktuelle Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft wahrnehmen, sich aber auch eingestehen, dass sie sich mit manchen Entwicklungen in eine Sackgasse begeben hat. „Es ist ein hehres Ziel, in den Sackgassen nicht stehen zu bleiben, sondern umzukehren“, betonte der Weihbischof. Es müssen Lösungen entwickelt und erprobt werden „mit dem Ziel, neue Wirksamkeit zu erreichen“: „In der Entwicklung möglicher innovativer Lösungen ist Kirche dabei gut beraten, nicht nur auf eigene Ressourcen zurückzugreifen, sondern von anderen zu lernen“, so Karrer. Und hier kommt die „AnknüpfBar“ ins Spiel: Denn dieser Coworking Space ist laut dem Weihbischof eine Lösung, die es zu erproben gilt: „Wir wissen nicht, ob es funktioniert und das ist gut so.“

Coworking heißt, dass Kirche ihre Räume zu öffentlichen Räumen macht, sie also freigibt für die Menschen im Sozialraum. Und dieses sozialraumorientierte Handeln muss sich laut dem Weihbischof an den Interessen der Menschen orientieren, aber auch Eigeninitiative unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Es müssen Kooperationen entstehen und Netzwerke koordiniert werden. Dazu sollen die vorhandenen Ressourcen genutzt, und es soll zielgruppen- und bereichsübergreifend agiert werden. So vernetzt sich Kirche und schafft Räume für Menschen. Es entstehen neue Formen der Gemeinschaft, in denen man voneinander lernen kann. Und an diesen neuen Orten ist die Gottesvermutung besonders verlockend: „Es kann interessant werden zu erfahren, welche Wege Gott mit den Menschen in einem Coworking Space geht und wie diese dort von Sinn, Hoffnung und dem Göttlichen sprechen. Denn Glaube manifestiert sich nicht am Sonntag im Gottesdienst, sondern von Montag bis Samstag“, erklärte Karrer.

In der diözesanen Kirchenentwicklung geht es laut Karrer auch um Kirche als lernende Organisation. Denn man habe gelernt, dass Kirche sich nicht auf sich selbst beziehen darf, sie auf Vernetzung und Netzwerke angewiesen ist und viele Orte braucht. Kirche darf nicht nur Glauben lehren, sondern muss sich mehr auf ein Entdecken des Glaubens verstehen. Zudem bringt die Zusammenarbeit unterschiedlicher Kompetenzen im Haupt- und Ehrenamt laut Karrer mehr Wirksamkeit: „Wir müssen unsere Mitglieder zu Seelsorgern machen!“ Abschließend stellte Weihbischof Matthäus Karrer die Frage „Ist auch Gott ein Coworker?“. Da wollte er sich nicht festlegen: „Ich überlassen die Antwort mal Ihnen und den Gesprächen heute.“ Er empfahl aber die Lektüre der Apostelgeschichte: „Da werden Sie sehen, dass die ersten Christen Coworker waren.“

Das D12-Team um Annegret Hiekisch präsentierte die Besonderheiten des Coworking Space anhand von Fotos, bevor es einige Grußworte gab. Die Sozialpädagogin Regina Vogt, die bei der Stadt Böblingen für die Quartiersentwicklung verantwortlich ist, präsentierte den Slogan „Gemeinsam für Böblingen“: „Der passt ganz gut zum Coworking Space!“ Am Beispiel von Stadteiltreffs stellte sie die Bedeutung von Begegnungsmöglichkeiten heraus und betonte: „Es ist wichtig, dass hier ein neuer Treff für junge, aber auch für ältere Menschen entsteht.“

Jürgen Jakob Kehrer, evangelischer Theologe und Coworking-Experte, konnte leider nicht anwesend sein, lobte in seiner Videobotschaft die „AnknüpfBar“ aber als ein „ganz besonders innovatives Projekt“. Der Betriebswirtschaftler Prof. Dr. Sven Laudien, Rektor der „media Akademie Stuttgart“, betonte, dass beim Coworking die soziale Komponente immer wichtiger werde: „Und dieser Coworking Space ist deutschland- oder sogar europaweit der erste, der den sozialen Charakter hervorhebt“, erklärte Laudien. Gerhard Rauscher aus dem Vorstand der die „AnknüpfBar" fördernden Bischof-Moser-Stiftung brachte zum Ausdruck, dass dieses Projekt perfekt zum Motto der Stiftung „Neue Wege gehen, damit glauben zündet“ passt. Er wünschte allen Beteiligten „viele angenehme Begegnungen, geistreiche Initiativen und lebensfrohe Stunden bei Spiel und Kultur und bei allem – Gottes Segen“.

Nachmittags gab es ein Parkplatz-Fest mit Kinderprogramm und Kreativangeboten der Initiative Kunterbunt und viele Interessierte beschnupperten den Coworking Space im D12 bei einem „Tag der offenen Tür“. Auch Weihbischof Matthäus Karrer zeigte sich nach der Besichtigung äußerst angetan von der „AnknüpfBar“: „Der Coworking Space im D12 ist sehr geschmackvoll und innovativ eingerichtet und lädt zur Arbeit und Begegnung ein!“

Fotos: Volker Schmid

Sie knüpft Netzwerke in der „AnknüpfBar“: Antonia Schneider ist Community Managerin im Coworking Space

Sie ist jung, hochmotiviert und am Dienstag, 1. April 2025, endlich im Dekanatshaus angekommen: Antonia Schneider ist nun offiziell die Community Managerin im frisch eröffneten Coworking Space „AnknüpfBar“ im D12.

Neben der Projektleiterin Annegret Hiekisch wird Antonia Schneider fortan also die kompetente Ansprechpartnerin in Sachen Coworking sein und die „AnknüpfBar“ auch in den sozialen Medien präsentieren. Zudem übernimmt sich ab Mai auch noch die seit dem Weggang von Petra Fuchs vakante Stelle der Bildungsreferentin bei der keb Böblingen. 

Die 30-Jährige stammt aus Grafenau, ist in Aidlingen aufgewachsen, dort auch in der Jugendarbeit aktiv und seit Sonntag im Kirchengemeinderat. Antonia Schneider hat Bildungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg studiert und war bisher als Jugendreferentin in den Dekanaten Göppingen-Geislingen und Esslingen-Nürtingen im Einsatz. Für sie ist ihre neue Tätigkeit in Böblingen also quasi eine Heimkehr. „Schön, dass du da bist“, begrüßte die Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch die neue Mitarbeiterin mit Blumen, bevor im Kreise der Kolleginnen und Kollegen mit einem Gläschen Sekt auf die Community Managerin angestoßen wurde. Herzlich willkommen, liebe Antonia!

Fotos: Volker Schmid

„Tag der offenen Tür“ in der „AnknüpfBar“

Bald kann im D12 gemeinschaftlich gearbeitet werden: Der kirchlich-soziale Coworking Space „AnknüpfBar“ im Böblinger Dekanatshaus D12 wird am Samstag, 29. März 2025, feierlich eröffnet. Und nach dem Festakt für geladene Gäste mit einer Festrede von Weihbischof Matthäus Karrer dürfen sich am Eröffnungstag, 29. März 2025, alle Interessierten bei einem „Tag der offenen Tür“ von 13 bis 17 Uhr ein Bild vom Coworking Space im D12 in der Sindelfinger Str. 12 in Böblingen machen. Wir freuen uns schon jetzt auf jede Menge Schaulustige.


Nähere Informationen zum Projekt gibt‘s hier.


Projektleitung und Kontakt:
Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch
Annegret.hiekisch@drs.de
Telefon: 07031 6607-56 oder 01575 8081614

Der Coworking Space im D12 nimmt Gestalt an

Es wird immer voller, bunter und gemütlicher im Dekanatshaus D12 in Böblingen: Dort wird Ende März 2025 ein sozialer Coworking Space eröffnet, um die eher funktionalen Räumlichkeiten der einstigen Sparkassen-Filiale für das Arbeiten in Gemeinschaft zu nutzen. Zudem sollen vielfältige Angebote zur Bildung, Beratung, Kunst, Kultur, Musik und Spiritualität das Haus zu einem lebendigen Ort der Begegnung machen. Gefördert wird diese innovative Idee vom Bonifatiuswerk, von der Bischof-Moser-Stiftung, der Veronika-Stiftung, der Diözese Rottenburg-Stuttgart und von den Projekt-Partnern Katholisches Dekanat, keb Böblingen und Betriebsseelsorge Böblingen.

Dafür laufen die Vorbereitungen seit längerem auf Hochtouren. Das Projekt-Team besuchte diverse Coworking-Einrichtungen wie zum Beispiel die Urban Spaces in Stuttgart-Vaihingen (einen Bericht darüber gibt's hier). Und seither vergeht kein Tag, ohne dass immer mehr schicke, nützliche und vor allem innovative Einrichtungsgegenstände und Accessoires eintreffen, mit denen Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch – die geheime „D12-Innenarchitektin“ – die recht weitläufige ehemalige Schalterhalle der Sparkasse in einen beeindruckenden Coworking Space verwandelt. In diesem Ambiente werden sich die Coworking-Gäste schnell heimisch und pudelwohl fühlen.

Prägend für den optischen Charakter sind die vielen, teils quietschbunten Xbricks (mehr Infos hier), die nicht nur als lässige Sitzgelegenheit dienen. Aus den nachhaltig produzierten Quadern können innovative und äußerst flexible Möbel gebaut werden. Mooswände, die das Raumklima verbessern und Schall absorbieren, tragen genauso wie die zwar künstlichen, aber schönen Pflanzen zu einem natürlich wirkenden Arbeitsumfeld bei. Eine Telefonzelle bietet Privatsphäre für wichtige Anrufe. Für gemütliche Pausen oder für den Austausch untereinander steht ein offener Café- und Loungebereich mit Theke sowie Lese-, Musik-, Spiel- und Spiri-Ecke zur Verfügung – natürlich mit einem professionellen „BARISTA Compact“-Kaffeeautomaten­. Vielerlei musikalische Veranstaltungen ermöglicht ein edles Schimmel-Piano. Doch am wichtigsten sind natürlich die acht attraktiven Coworking-Arbeitsplätze, von denen vier in ruhigen Büroräumen untergebracht sind. 

Das D12 ist also bereits größtenteils gewappnet für die feierliche Eröffnung mit geladenen Gästen und für den anschließenden Tag der offenen Tür am Samstag, 29. März 2025, von 13 bis 17 Uhr. Ab Montag, 31. März, kann dann in der „AnknüpfBar“ – wie der Coworking Space im Böblinger Dekanatshaus heißen soll – in Gesellschaft, interaktiv und vor allem kreativ gearbeitet werden.

Fotos: Volker Schmid

Ein produktiver Blick über den Kirchturm hinaus

Vertreter der Bischof-Moser-Stiftung informierten sich über den Coworking Space im D12

Sie wissen, was für ein förderungswürdiges Projekt wichtig ist: „Der Erfolg hängt immer auch von den verantwortlichen Personen ab“, betonten Rolf Seeger und Gerhard Rauscher aus dem Vorstand der Bischof-Moser-Stiftung, als sie am Mittwoch, 13. November 2024, mit Peter Lendrates vom Projekt „Junge Erwachsene“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart dem Böblinger Dekanatshaus D12 einen Besuch abstatteten. Dort machten sie sich vor Ort ein Bild vom geplanten Coworking Space der katholischen Erwachsenenbildung (keb) und des Dekanats Böblingen und lernten mit dem Projekt-Team eben jene verantwortlichen Personen besser kennen.

Dekanatsreferentin Annegret Hiekisch präsentierte ihren Gästen den „einladenden Charakter“ der Räume, bevor diese sich im Gespräch mit dem Projekt-Team – Annegret Hiekisch, keb-Leiterin Prof. Dr. Ute Reuter, Betriebsseelsorger Marian Schirmer und Öffentlichkeits-Referent Volker Schmid ­– über die Fortschritte in Sachen Coworking Space und über die Finanzierung des Projekts informierten. In Anlehnung an das AnsprechBarMobil und die AnspielBar ist geplant, diesen Coworking Space „AnknüpfBar“ zu nennen – auch um zum Ausdruck zu bringen, dass dabei Räume für die Vernetzung mit anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden.

Seit September gibt es eine Zusage des Bonifatiuswerks für die Finanzierung der Einrichtung in Höhe von 20 500 Euro. Und auch die Diözese beteiligt sich an den Sachkosten. Das Projekt-Team wünscht sich aber zudem die Bischof-Moser-Stiftung als Kooperationspartner, um zumindest größtenteils die Personalkosten für eine 50-Prozent-Stelle zu decken, die ein gutes Community-Management ermöglichen soll. An diesen Kosten wird sich eventuell auch noch eine weitere Stiftung beteiligen.

„Kirche muss sich in die Gesellschaft einbringen“, so formuliert Annegret Hiekisch die Intention hinter dem Coworking Space, der es den unterschiedlichsten Menschen ermöglichen soll, zeitweise in Gesellschaft, nebeneinander wie interaktiv und vor allem kreativ im D12 arbeiten zu können. Rolf Seeger und Gerhard Rauscher waren jedenfalls schnell vom Konzept überzeugt und versprachen, die Förderung in einer der nächsten Vorstandssitzungen zu besprechen. Denn die Zielgruppe der jungen Erwachsenen, für die der Coworking Space im D12 vor allem gedacht ist, liegt ihnen besonders am Herzen. Und das Projekt könnte dieser Zielgruppe wieder mehr Orientierung und Möglichkeiten zu Vernetzung geben. Laut Rolf Seeger gilt es aktuell, die „junge Generation auf einer lebenswerten Ebene zu halten“ – und sein Kollege Gerhard Rauscher erklärt: „Wir wollen nicht missionieren, sondern einen Ort der Begegnung schaffen.“

Geplant ist nun erst einmal eine Förderung für zwei Jahre, allerdings mit dem deutlichen Wunsch einer Fortführung in Richtung einer möglichst lange währenden und sich etablierenden Initiative. Und auf jeden Fall passt das AnknüpfBar-Projekt sehr gut zu dem, was Gerhard Rauscher sich von der Zukunft wünscht: „Wir brauchen einen Blick über den Kirchturm hinaus.“

Fotos: Christina Görg und Volker Schmid